Der Rechtsanwalt im Familienrecht

 

Beim Familienrecht handelt es sich um ein höchst sensibles Rechtsgebiet. Gleich, ob es um Ehescheidungen, Unterhaltsstreitigkeiten oder Sorge- und Umgangsrechte betreffend der gemeinsamen Kinder geht, so ist neben dem juristischen Fachwissen oftmals in gleichem Maße persönlicher Beistand durch einen Rechtsanwalt gefordert. Eine sensible Beratung und Vertretung in diesen oft schwierigen Zeiten ist die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Eine Vertrauensbasis zwischen Mandant und Anwalt ist der Schlüssel zum Erzielen befriedigender Ergebnisse. Bei Beratungsbedarf setzen Sie sich mit mir in Verbindung.

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Wir werden gemeinsam eine Lösung für Ihre Probleme finden. Sie können sich darauf verlassen, dass ich Ihre Interessen durchsetzungsstark vertrete.

Familienrecht

Stationen des Familienrechts

1. Trennung

Die Schwierigkeiten beginnen in einer Vielzahl der Fälle bereits mit der Trennung - dem Beginn der Ehescheidung. Eheleute können sich in aller Regel erst nach Ablauf des sog. Trennungsjahres scheiden lassen. Sinn und Zweck dieser Regelung ist es, der Schaffung  endgültiger Tatsachen durch vorschnelles Handeln entgegenzuwirken. Beide Eheleute sollen sich im Laufe der folgenden Monate Klarheit darüber verschaffen, ob sie tatsächlich ihre Lebensgemeinschaft endgültig beenden wollen. Erst nach Ablauf dieses Jahres sieht das Familiengericht eine Ehe als gescheitert an.

Um juristisch von einem Scheitern der Ehe sprechen zu können, ist eine räumliche und persönliche Trennung der Eheleute erforderlich. Die räumliche Trennung erfolgt in aller Regel durch Auszug aus der gemeinsamen Ehewohnung. In manchen Fällen genügt aber auch eine Trennung bei Verbleib im gemeinsamen Haushalt, die sogenannte räumliche Trennung von Tisch und Bett. Maßgeblicher Zeitpunkt für die persönliche Trennung ist hingegen der Zeitpunkt, zu dem der Trennungswillige dem Anderen nachweisbar die Trennungsabsicht offenbart. Erfolgt die Trennung nicht im gegenseitigen Einvernehmen, so sollte der Trennungswillige seine Absicht verschriftlichen.

2. Scheidung

Auf die Trennung folgt die Scheidung und damit die Frage, wie das Vermögen der Ehegatten zukünftig aufzuteilen ist. Die konkrete Vermögensaufteilung ist abhängig vom sogenannten Güterstand der Ehe. Normalfall ist hier der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Dieser liegt immer dann vor, wenn die Eheleute keinen Ehevertrag geschlossen haben. Bei dem gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft bleiben die Vermögensmassen während der Ehe getrennt und Jeder haftet grundsätzlich für seine eigenen Schulden und Verbindlichkeiten separat. Endet eine Ehe dann durch Scheidung, so wird der Zugewinn errechnet und ausgeglichen. Gleichzeitig wird der sogenannte Versorgungsausgleich durchgeführt, bei dem die während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften durch das Gericht errechnet und geteilt werden. Ebenso können in diesem Verfahrensstadium Rechte und Pflichten betreffend etwaiger Unterhaltszahlungen geklärt werden. Besteht Uneinigkeit über die Frage, wer in der ehelichen Wohnung verbleiben darf, so gilt grds., dass, wenn aus der Ehe Kinder hervorgegangen sind, dem die Kinder betreuenden Elternteil aus Gesichtspunkten des Kindeswohls die Wohnung zuerkannt werden wird. Auch der Hausrat wird hälftig geteilt. Zur Scheidung bedarf es zwingend der Mitwirkung zumindest eines Rechtsanwalts.

3. Kinder

Sind aus der Ehe gemeinsame Kinder hervorgegangen sind Sorge- und Umgangsrechte zu klären.

Inhaber der elterlichen Sorge können die Eltern gemeinsam, aber auch nur ein Elternteil alleine sein. Eine gemeinsame elterliche Sorge besteht immer dann, wenn die Eltern im Zeitpunkt der Geburt des Kindes miteinander verheiratet waren. Bestand im Zeitpunkt der Geburt des Kindes keine Ehe, so steht das Sorgerecht den Kindeseltern gemeinsam zu, wenn sie eine sogenannte Sorgerechtserklärung abgeben, nach der Geburt einander heiraten oder durch das Familiengericht auf Grund eines Antrags des nicht sorgeberechtigten Elternteils die elterliche Sorge gemeinsam übertragen bekommen. Durch den letztgenannten Fall, der Übertragung auf Grund eines Antrags eines Elternteils, sind im Jahre 2013 die Rechte nichtehelicher Väter gestärkt worden. Eine willkürliche Verweigerung der Kindesmutter bezüglich einer gemeinsamen Sorge ist nun nicht mehr einfach möglich. 

Das Umgangsrecht umfasst das Recht und die Pflicht eines jeden Elternteils, das Kind regelmäßig zu sehen und zu sprechen (vgl. § 1684 BGB). Über die konkrete Ausgestaltung dieser Umgangsrechte, über Umfang und Häufigkeit besteht regelmäßig Uneinigkeit zwischen den Kindeseltern. Ist eine außergerichtliche Einigung nicht mehr zu erzielen, so können Umgangsrechte vor dem Familiengericht eingefordert oder auch ausgeschlossen werden.

 

Kosten

Meine Abrechnung in familiengerichtlichen Verfahren erfolgt in aller Regel nach den gesetzlichen Gebühren. Um die konkreten, im jeweiligen Einzelfall anfallenden gesetzlichen Gebühren ermitteln zu können, setzt das zuständige Gericht einen sogenannten Verfahrenswert fest. Dieser richtet sich in Scheidungsangelegenheiten nach dem Einkommen beider Eheleute, ihrem Vermögen sowie dem Vorhandensein unterhaltsberechtigter Kinder. Die Höhe der anfallenden Rechtsanwaltskosten ist somit im Gesetz festgelegt und steht nicht zur Disposition. Im Rahmen der Erstberatung informiere ich Sie gerne über die Höhe der zu erwartenden Kosten und Gebühren in Ihrer Sache.

Wirtschaftlich nicht gut aufgestellte Mandanten haben die Möglichkeit Verfahrenskostenhilfe in Anspruch zu nehmen. Diesen Antrag stelle ich im Bedarfsfall gerne für Sie.